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Der Martinsumzug

Jedes Jahr im November ist es wieder soweit. Dann sind in allen Kindergärten besondere Vorbereitungsarbeiten angesagt. Große und Kleine, überwiegend Mamas mit ihren Kindern fertigen mit Hilfe der Kindergärtnerinnen Laternen in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Am beliebtesten sind die mit Tiermotiven, aber auch Sonne und Mond werden gerne gebastelt.

Eifrig schneiden die Kleinen die vorgegebenen Teile aus und sind dann ganz stolz, wenn alle Teile zusammengeklebt werden und die eigene, selbst hergestellte Laterne fertig ist. Früher wurden Kerzen als Beleuchtung hineingesetzt, doch nachdem so viele von den mühsam hergestellten Laternen in Flammen aufgingen und ebenso viele Kindertränen getrocknet werden mussten, besteht die Lichtquelle heute aus einem Stab mit einer kleinen Glühbirne.
Nachdem nun alles vorbereitet ist, wartet man auf St. Martin. Und das Staunen in den Kinderaugen, wenn er auf seinem Pferd mit langem roten Mantel den Zug anführt, ist in jeder Generation wieder ein Erlebnis. Der Zug wird von der Feuerwehr gesichert, der die Straßen absperrt und darauf achtet, dass kein größerer Brandschaden entsteht. Stolz sind die etwas größeren Schulkinder, die den Martinszug rechts und links mit großen Fackeln abgrenzen.

Und dann werden die alten Lieder gesungen, die jedes Kind kennt: Ich geh mit meiner Laterne- St. Martin- Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne -. Und alle singen mit. Ist man dann am Ziel angekommen, wird das große Martinsfeuer entzündet und Weckmänner an die Kinder verteilt. Außerdem gibt es noch heißen Kakao oder Tee. Für die Mütter und Väter werden die Getränke mit einem Schuss Rum verfeinert. Und wenn man Glück hat, halten die Laternen bis zum nächsten Jahr. Oder man gibt sie an das kleinere Geschwisterchen weiter und bastelt sich eine neue.


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Artikel aus Allgemein von tmaue am 29. Nov. 2007

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