Was sind die Mindestanforderungen an ein gutes Artikelverzeichnis?
Keine Frage – innerhalb von ein, zwei Jahren haben sich Artikelverzeichnisse von Geheimtipp zum Renner entwickelt. Mittlerweile sind allein in Deutschland fast 300 Artikelportale online, die zumindest im wesentlichen dazu dienen sollen, themenrelevante Backlinks auf andere Webseiten zu erzeugen, damit diese in den Suchmaschinen besser gerankt werden.
Fragt sich nur, was ein wirklich gutes Artikelportal ausmacht und wo sich die ganzen Artikelverzeichnisse voneinander unterscheiden?
Ein wesentlicher Faktor ist natürlich erst einmal, die Stärke der von einem Portal ausgehenden Links, denn dies ist, was die meisten Autoren vor allem wichtig ist.
Ein wesentlicher Faktor ist hierfür die externe Verlinkung, sprich, dass das Portal möglichst viele und möglichst starke Links von außen generiert und aufbaut. Hierbei tun sich ältere Portale natürlich leichter als Newcomer und wer schon ein Netzwerk von starken Webseiten an der Hand hat, tut sich beim Start eines neuen Portals natürlich leichter.
Nichts desto trotz macht es auch Sinn, bei neuen Portalen Artikel einzustellen, denn aus einem neuen Portal kann sich ja recht schnell ein starkes etabliertes Portal entwickeln. Entscheidend hierfür ist jedoch, dass der Portalbetreiber selbst aktiv für den Linkaufbau sorgt.
Entscheidend ist nun jedoch zum einen eine gute interne Verlinkung der Artikel, damit diese ihre Linkstärke bestmöglich weitergeben können. Im Übrigen kann der jeweilige Autor seinen Artikel durch das Setzen von externen Links, und sei es nur aus einem Social Bookmarking Dienst, durchaus zusätzlich stützen.
Des weiteren sollten nicht zu viele ausgehende Links auf der jeweiligen Seite eingebaut werden. Soweit zur Stärke der Links.
Unschön ist auch, wenn der erstellte Artikel zu sehr mit Werbung wie Adsense „zugepflastert“ wird. Natürlich ist es vollkommen legitim seitens des Portalbetreibers durch Werbung sein Projekt zu finanzieren. Aber man sollte nicht vergessen, dass Artikel eigentlich zuvorderst für den Leser geschrieben sein sollten und dazu animieren sollten, die verlinkte Seite auch zwecks weiterführender Informationen zu besuchen – und dann ist zuviel Werbung eher abschreckend.
Für den Autor ist natürlich auch noch wichtig, dass das Handling der Artikel möglichst einfach ist. Sehr viele Artikelverzeichnisse basieren mittlerweile auf dem Blog-System Wordpress, was das Einstellen von Artikeln nach erfolgter Registrierung recht einfach und selbsterklärend macht.
Wichtig noch die Frage, ob Artikel automatisch veröffentlicht werden oder erst freigegeben werden müssen. Wird ein Artikel erst kontrolliert – wofür zwecks Einhaltung von Qualitätsstandards und Vermeiden von Fehlern wie zum Beispiel fehlerhaften Verlinkungen einiges sprich – sollte er zumindest recht schnell freigegeben werden.
Auch eine Information des Autors dass sein Artikel nunmehr freigegeben ist, kann ein gutes Artikel-Verzeichnis zusätzlich auszeichnen.
am 23. Aug. 2007
Es gibt viele Artikelverzeichnisse, die viele externe Backlink erhalten haben und die Linkstruktur stets aufbauen. Allerdings bringt das nicht so viel, wenn die Artikel in den tiefsten ebenen des Artikelverzeichnisses versteckt sind und die Interne Linkstruktur nicht stimmig ist. Genau aus diesem Grund verschwinden auch immer wieder Artikel im Suplimentär Index (SI). Wenn die Artikelverzeichnis-Betreiber mehr Wert auf die Interne Struktur des Artikelverzeichnisses legen würden, wäre es für sie selbst und für die Artikel-Schreiber wesentlich besser. Mit diesem neuen Artikelverzeichnis werden ich einen Test machen, wie viele Besucher in welchem Zeitraum pro Tag erreicht werden. Ich bin gespannt.
am 23. Aug. 2007
Richtig,
genau dies wollte ich mit dem Hinweis auf die interne Verlinkung aussagen.
Denn auch wenn wir jetzt selber unser eigenes Artikelverzeichnis betreiben, sind wir doch vor allem User um unsere Hauptprojekte zu stützen - und lernen gerade, dass Artikelschreiben zwar sehr schnell massiv positive Effekte bringt, diese aber auch sehr schnell wieder abzuflauen scheinen, wenn man nicht dranbleibt.
Einzige logische Erklärung ist, dass viele Artikel (vermutlich gerade bei den besonders stark frequentierten und besonders starken Verzeichnissen) recht schnell unter ferner liefen rutschen und deshalb an Stärke verlieren, was auch nicht durch zunehmendes Alter des Artikels kompensiert zu werden scheint.
am 30. Aug. 2007
Man sollte es nicht mit dem Schreiben für Artikelverzeichnisse übertreiben. Es ist nur “EIN” Mittel für SEO’s. Zu viel schadet langfristig aus meiner Sicht. Noch nicht jetzt aber in 1-2 Jahren vielleicht. Wenn optimieren langfristig so einfach wäre, könnte es jeder. Hochkommen ist einfach, oben bleiben schwerer. Es gibt genügend Suchmaschinenoptimierer SEO’s, die ihr Geschäft nur halb verstehen. Wenn es sehr viele Top-Leute gebe, hätten Amateure wie ich keine Chance.
am 30. Aug. 2007
Vollkommen klar, alles ist nur EIN Mittel und alles muß irgendwie im ausgewogenen Mix bleiben, zumal sich ja auch die Suchmaschinen weiterentwickeln.
Und ja, in der Tat wundert es, dass selbst für Quereinsteiger und Halb-Laien noch ordentliche Effekte zu erzielen sind und nicht schon das halbe Internet suchmaschinenoptimiert wurde.
By the way - auch wir stoßen langsam an Grenzen und müssten mal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, so wir uns nicht richtig in die SEO-Problematik reinhängen wollen, denn eigentlich betreiben wir ja Marketing und Versandhandel
am 31. Aug. 2007
Hi Ulex, ja mir geht es ähnlich. Bin auch nur Quereinsteiger und habe mich gewundert, dass man rel. schnell gute Ergebnisse erzielen kann. Wenn du dir professionelle Hilfe suchst, so achte aber auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Referenzen sind gefragt.
Mittlerweile weißt du ja, worauf du achten musst. Webkataloge und Artikelverzeichnisse sind ein Mittel der Offpage-Optimierung bei der Suchmaschinenoptimierung. Aber es gibt ja noch weitere.
am 13. Okt. 2007
Aus meiner Sicht gibt es einen weiteren Punkt, in dem sich Artikelverzeichnisse unterscheiden: Der Umgang mit mehrfach veröffentlichten Artikeln. Dazu zähle ich auch “maschinen”-erstellte Texte.
Artikel sollten nicht für die Suchmaschinen zuerst, sondern für die Leser erstellt sein. Immer mehr stelle ich fest, dass in Artikelverzeichnissen viele Artikel sich gleichen und das mir einfachen Methoden zu erkennen ist. Wie werden wohl solche Artikel von Suchmaschienen bewertet??
am 13. Okt. 2007
Hi Gerd,
das ist richtig. Ich finde es sehr schade, dass den Besuchern und den Suchmaschinen duplicate Content unter geschoben wird. Das bringt weder den Besuchern noch den Suchmaschinen einen Mehrwert aber ist eine beliebte und günstige Variante der Suchmschinenoptimierung für viele SEO’s, um mit weniger Mühe vermeintlich schneller und größere Erfolge zu erziehlen.
Aus meiner Sicht werden allerdings sowohl die Artikelverzeichnisse als auch die als auch die verklinkten Domains langfristig Nachteile von sich tragen. Warum?
Ganz einfach. Die duplicate Content Artikel werden bei den Einzelnen Verzeichnissen abgewertet bzw. wandern in den suplimental Index bei den Suchmaschinen wie Google und werden nach und nach ganz aus dem Index geworfen. Was passiert nun, wenn zu viele dieser Artikel in einem Verzeichnis enthalten sind? Google wird die Seiten abwerten, bis sie fast keine Besucher und keine Wertung der Links mehr zu verzeichnen haben und somit bringen die Links aus diesem Artikelverzeichnis fast gar nichts mehr oder die ehemals kostenlosen Backlinks sind wertlos.
Das wirkt sich dann auf alle anderen verlinkten Domains negativ aus. Gerade die SEO’s, die viele Links aus Artikelverzeichnissen über duplicate Content erhalten haben, werden viele dieser Links verlieren bzw. sie werden keinen Wert mehr haben. Was passiert dann?
Die Serps der betroffenen Webseiten werden fallen und fallen und die ganze Arbeit war für die Katz.
Fazit: Arbeite sauber, schreibe selbst uniqe Content oder lasse ihn aus zuverlässiger Quelle selbst schreiben und verwende kostenlose Backlinks der Artikelverzeichnisse nur als Beimischung.
am 13. Okt. 2007
Dies ist in der Tat ein wichtiger Aspekt - wobei natürlich (fast) jedes Artikelverzeichnis darauf hinweist, dass sogenannter DC vermieden werden soll.
Stellen sich in der Praxis nur 2 Fragen: a) Was gilt als DC und b) Wie prüft man dies als Betreiber - dauerhaft.
Gerne gebe ich zu, dass wir uns beim Artikelschreiben (unsere Artikel entstehen inhouse) auch oft mal fragen “ist das jetzt genug geändert?” Und dabei können wir sicherlich sehr gut mit Sprache umgehen, aber wenn man 20, 30 Artikel zu einem Thema bzw einem Keyword schreibt, ist völlig uniquer Content sicherlich nicht immer einfach zu produzieren. Zumal ja niemand weiß, ob das was heute als “unique” anerkannt ist, nicht schon morgen von den Suchmaschinen als solcher gewertet wird, da die Methoden feiner geworden sind.
Praxistipp ist sicherlich, mehrere Stories / Artikelgrundgerüste zu einem Keyword zu entwickeln und diese zu varieren, statt eine Story 30, 40, 50 mal abzuwandeln - aber dafür muss man auch erstmal den Kopf wieder freikriegen.
Bleibt Frage b), wie prüft man dies als Betreiber eines AVs. Im Moment der Artikeleinreichung kann es durchaus sein, dass der Artikel kürzlich woanders eingereicht wurde, aber noch nicht indexiert oder freigeschaltet wurde.
Und selbst wenn der Artikel im Moment der Freischaltung “sauber” ist, heisst dies ja nicht, dass mein werter Autor nicht so deppert ist, denselben Artikel 2 Wochen, 6 Wochen späer woanders oder nur leicht modifiziert einzureichen.
Insofern müsste man eigentlich was programmieren, welches alle Artikel in regelmäßigen Abständen in den diversesten Kombiationen in den Suchmaschinen abfragt - und ich kenne niemanden, der dies schon tut.
Wir prüfen bei der Einreichung (bei Leuten denen wir vertrauen zugegeben auch nicht immer so genau) und danach sporadisch und stichprobenartig in gewissen Abständen - und behlefen uns damit, dass wir zB das Serp-Ranking der Artikelüberschriften überwachen.
am 13. Okt. 2007
Hallo Ulex,
das stimmt. Die dauerhafte DC-Überwachung ist ein Problem. Wenn ich es für nötig halte, was eigentlich sicher passiert wird, werde ich versuchen, ein Tool programmieren zu lassen.
Zumindest habe ich meine Richtlinien dahingehend geändert, dass Artikel, die im später oder zur gleichen Zeit auf anderen Seiten veröffentlicht werden, bei uns entweder gelöscht, oder durch eigenen unique Content oder den von zuverlässigen Schreibern ersetzt werden.
Wie oben geschrieben, nutzt DC weder Besuchern, den Suchmaschinen, noch den Artikelverzeichnis-Betreibern oder den Artikel Schreibern, die auf kostenlose Backlinks gegen Content aus sind.